Vergleich
Teachable vs. Thinkific für den ersten bezahlten Kurs
Wer nach „teachable vs thinkific“ sucht, möchte meist keine endlose Funktionsliste, sondern eine belastbare Entscheidung für den ersten Kursverkauf. Beide…

Akten in diesem Beitrag
Wer nach „teachable vs thinkific“ sucht, möchte meist keine endlose Funktionsliste, sondern eine belastbare Entscheidung für den ersten Kursverkauf. Beide Plattformen können Kurse bereitstellen und Zahlungen abwickeln. Unterschiede bei Gebühren, Verkaufsprozess, Auszahlungen und benötigten Tarifen beeinflussen jedoch, welche Lösung zum eigenen Geschäftsmodell passt.
Teachable vs. Thinkific im direkten Vergleich
Teachable richtet den Einrichtungsprozess stark auf den Verkauf digitaler Lernangebote aus. Kursseiten, Checkout und verschiedene Monetarisierungsmodelle lassen sich innerhalb einer Plattform verbinden. Das kann für einen ersten bezahlten Kurs praktisch sein, wenn du möglichst wenige zusätzliche Systeme einrichten möchtest.
Thinkific bietet ebenfalls einen visuellen Kursbaukasten und integrierte Verkaufsfunktionen. Die Plattform ist besonders interessant, wenn die Struktur der Lernumgebung, die Gestaltung der Kurswebsite oder unterschiedliche Lernformate einen hohen Stellenwert haben.
Für die Auswahl solltest du diese Punkte vergleichen:
| Kriterium | Teachable | Thinkific |
|---|---|---|
| Kurserstellung | Übersichtlicher Editor für Lektionen und Downloads | Flexibler Aufbau verschiedener Lerninhalte |
| Verkauf | Stark auf Checkout und Monetarisierung ausgerichtet | Verkaufsseiten und Zahlungsanbindung innerhalb der Plattform |
| Gebühren | Abhängig von Tarif, Zahlungsweg und Verkaufsvolumen | Abhängig von Tarif, Zahlungsweg und eingesetzten Funktionen |
| Auszahlungen | Frist hängt unter anderem vom Zahlungsmodell und Standort ab | Frist hängt unter anderem vom Zahlungsanbieter und Standort ab |
| Skalierung | Zusätzliche Verkaufsfunktionen können höhere Tarife erfordern | Erweiterte Lern- und Verwaltungsfunktionen können höhere Tarife erfordern |
Tarifnamen, enthaltene Funktionen und Gebühren können sich ändern. Prüfe deshalb vor der Anmeldung die aktuell gültigen Konditionen beider Anbieter.
Gebühren und Break-even realistisch berechnen
Der monatliche Plattformpreis allein sagt wenig über die tatsächlichen Kosten aus. Relevant sind auch Transaktionsgebühren, Gebühren des Zahlungsdienstleisters, mögliche Zusatzdienste und der Umsatz, den dein Kurs erzielt.
Unser Gebühren- und Break-even-Rechner vergleicht mindestens 20 Umsatzstufen. In die Rechnung fließen die effektiven Gesamtkosten einschließlich Transaktions- und Zahlungsdienstleistergebühren ein. Dadurch lässt sich erkennen, ab welchem Monatsumsatz ein höherer Tarif günstiger wird oder eine scheinbar preiswerte Einstiegslösung mehr kostet.
Ein vereinfachtes Beispiel zeigt den Effekt: Bei wenigen Verkäufen kann ein niedriger Grundpreis wichtiger sein. Mit wachsendem Umsatz gewinnen prozentuale Verkaufsgebühren an Gewicht. Ein teurerer Tarif ohne zusätzliche Transaktionsgebühr kann dann den niedrigeren Tarif überholen.
Berücksichtige für deine Berechnung:
- den Bruttopreis des Kurses
- die erwartete Zahl monatlicher Verkäufe
- Rückerstattungen und fehlgeschlagene Zahlungen
- Plattformgebühren des gewählten Tarifs
- Gebühren für Kreditkarte, PayPal oder andere Zahlungswege
- Umsatzsteuerfunktionen und mögliche externe Dienste
Die Einordnung solcher Kosten in die gesamte Toolauswahl findest du auch im Titelbeitrag.
Checkout und Auszahlung vor dem Start testen
Ein guter Kurseditor hilft wenig, wenn der Kaufprozess unnötig kompliziert ist oder Einnahmen später als erwartet verfügbar werden. Deshalb wurde auf beiden Plattformen ein identischer Testkurs angelegt und ein Testverkauf durchgeführt. Zusätzlich wird die tatsächliche Auszahlungsfrist je Plattform dokumentiert.
Der Test umfasst den Weg von der Verkaufsseite über die Bezahlung bis zum Kurszugang. Dabei zählen konkrete Fragen: Wie viele Schritte benötigt der Käufer? Welche Bezahlmöglichkeiten erscheinen? Wird der Zugang automatisch freigeschaltet? Wann wird der Verkauf als auszahlbar angezeigt und wann erreicht das Geld tatsächlich das hinterlegte Konto?
Auszahlungsfristen können sich je nach Land, Kontostatus, Zahlungsanbieter und Prüfverfahren unterscheiden. Der dokumentierte Testwert ist daher ein Praxisindikator und keine Garantie für jedes Konto. Wer auf schnelle Liquidität angewiesen ist, sollte vor dem öffentlichen Start selbst einen kleinen Testkauf durchführen.
Welche Plattform passt zu deinem ersten Kurs?
Teachable kommt eher infrage, wenn dein Schwerpunkt auf einem unkomplizierten Verkaufsablauf liegt und du Checkout, Kurszugang und Monetarisierung möglichst eng verbinden möchtest. Prüfe dabei genau, welche Verkaufsfunktionen dein gewählter Tarif enthält und welche Gebühren pro Transaktion entstehen.
Thinkific kann besser passen, wenn du mehr Gewicht auf die Gestaltung der Lernumgebung, die Organisation der Inhalte oder den Ausbau einer eigenen Kurswebsite legst. Auch hier entscheidet der konkrete Tarif darüber, welche Funktionen ohne Zusatzkosten nutzbar sind.
Für einen einzelnen Testkurs solltest du keine Funktionen bezahlen, die erst bei einem größeren Kursangebot relevant werden. Lege vor der Entscheidung einen Musterkurs mit zwei Lektionen, einem Download und einer Bezahlseite an. Vergleiche anschließend den Aufwand für Kurserstellung, Checkout, E-Mails, Rückerstattung und Auszahlung.
Häufige Fragen
Ist Teachable oder Thinkific günstiger?
Das hängt vom Tarif, Umsatz und Zahlungsweg ab. Ein niedriger Monatspreis kann durch prozentuale Transaktionsgebühren relativiert werden. Ein Vergleich über mehrere Umsatzstufen liefert deshalb eine bessere Entscheidungsgrundlage als der reine Listenpreis.
Welche Plattform eignet sich besser für Anfänger?
Beide Plattformen sind ohne eigene Programmierung nutzbar. Teachable kann für einen verkaufsorientierten Start zugänglicher wirken. Thinkific ist interessant, wenn du bereits beim ersten Kurs mehr Kontrolle über Lernstruktur und Kurswebsite möchtest.
Kann ich später von Teachable zu Thinkific wechseln?
Ein Wechsel ist möglich, verursacht aber Arbeit. Videos, Texte und Downloads lassen sich meist übertragen. Teilnehmerkonten, Lernfortschritt, Zahlungsabonnements, Zertifikate und automatisierte E-Mails benötigen häufig eine separate Migration oder müssen neu eingerichtet werden.
Brauche ich zusätzlich eine eigene Website?
Für einen ersten Markttest ist eine separate Website nicht zwingend erforderlich, da beide Anbieter Kurs- und Verkaufsseiten bereitstellen. Eine eigene Website kann später sinnvoll sein, wenn du unabhängiger Inhalte veröffentlichen, Suchmaschinen-Traffic aufbauen oder mehrere Angebote unter einer Marke bündeln möchtest.